Historie des Meisterschaftsverwaltungsprogramms KLuBM
Die Entwicklung des Meisterschaftsverwaltungsprogramms begann Mitte der 1990er-Jahre als schlichte Exceldatei. Walter Brosche, damals Bundesschießwart, entwickelte ein Excel-basiertes Werkzeug zur Verwaltung und Auswertung von Meisterschaften. Ziel war es, organisatorische Abläufe zu standardisieren und die Ergebnisverarbeitung zu vereinfachen.
Das Tool wurde in den Folgejahren gemeinsam mit seinem Sohn weitergeführt und an die praktischen Anforderungen angepasst. Mit zunehmenden Ansprüchen und Wünschen an Umfang und Komplexität der Meisterschaften stießen die beiden jedoch an Grenzen.
In einem nächsten Entwicklungsschritt beauftragte Walter Brosche Rudi Rohrmann mit der Umsetzung eines professionelleren Software-Werkzeugs. Rudi Rohrmann realisierte diese Weiterentwicklung gegen Bezahlung und schuf damit die technische Grundlage für eine leistungsfähigere und strukturiertere Meisterschaftsverwaltung unter dem Namen KLuB (Kreis-, Land und Bundesmeisterschaften).
Rudi Rohrmann war seit September 2002 Mitglied der Kyffhäuser-Kameradschaft KK Seefeld-Ohrsee-Gokels. Er verfügte über fundierte Computerkenntnisse, insbesondere im Bereich früher PC-Systeme und MS-DOS, und brachte diese Erfahrungen in die Programmierung ein. Geboren am 17. Oktober 1947, verstarb Rudi Rohrmann im November 2019.
Nach seinem Tod entstand über mehrere Jahre hinweg eine erhebliche Unsicherheit im Umgang mit dem Programm. Die erforderlichen Zugangsdaten waren nicht bekannt, sodass KLuB faktisch nicht mehr geeignet war, aber nicht weiterentwickelt werden konnte. Obwohl eine Aktualisierung und Erweiterung dringend erforderlich gewesen wäre, sah zunächst niemand eine realistische Möglichkeit, das Tool weiterzuführen.
Ich war zu diesem Zeitpunkt bereits länger über funktionale Einschränkungen und offensichtliche Mängel des Programms verwundert und konnte nicht nachvollziehen, warum keine Weiterentwicklung erfolgte. Die Kommunikation war schwierig und es war nicht möglich hier fundierte Infos zu erhalten. Erst Mitte 2023 erfuhr ich, dass der Hauptgrund hierfür der fehlende Zugriff auf das geschützte System war und bislang niemand in der Lage gewesen war, die bestehende Struktur technisch zu erschließen.
Daraufhin bot ich an, mir das Programm genauer anzusehen. Die Skepsis gegenüber diesem Vorhaben war zunächst sehr groß, sodass es einige Zeit und entsprechende Beharrlichkeit erforderte, bis mir das Tool schließlich – ohne Dokumentation oder weiterführende Informationen – zur Verfügung gestellt wurde.
Im ersten Schritt musste der bestehende Passwortschutz technisch überwunden werden. Anschließend analysierte ich den vollständigen VBA-Code, um die interne Funktionsweise und die zugrunde liegende Logik von KLuB zu verstehen. Erst nach dieser grundlegenden Analyse war es möglich, gezielt über Optimierungen und Erweiterungen nachzudenken.
Als erste wesentliche Maßnahme erweiterte ich die maximale Anzahl der Disziplinen von 20 auf 40. Bereits während dieser Arbeit zeigte sich ein deutlich größerer struktureller und funktionaler Erweiterungsbedarf. Dies führte letztlich zu einer umfassenden Überarbeitung und zur Weiterentwicklung des Programms unter dem heutigen Namen KLuBM, das auf der historischen Basis von KLuB aufbaut, jedoch technisch und funktional deutlich erweitert wurde.
